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Studie: Familienbetriebe beschäftigten in Krise mehr Angehörige

Der Lockdown infolge von Covid-19 hat die Bande innerhalb von Familienunternehmen gestärkt: Das zeigt eine Studie von Prof. Alfredo De Massis, die in Großbritannien breiten Widerhall findet.

Fast ein Viertel (23 Prozent) der Familienunternehmen hat infolge der Coronakrise Familienangehörige an Bord geholt: Das ergibt eine Studie von Alfredo de Massis, Familiy-Business-Experte der unibz und der Lancaster University, die im Auftrag von Funding Circle, einem Online-Kreditvermittler für Klein- und Mittelbetriebe, unter 500 KMU gemacht wurde. Unter den befragten Firmeninhaber*innen, die Familienmitglieder in den Betrieb aufgenommen haben, haben 55% Geschwister beschäftigt. In 46% der Fälle packten die Partnerin oder Partnerin mit an, und in 10% wurden auch angeheiratete Verwandte an Bord genommen.  

Als Gründe für die familiären Neuzugänge wurde in fast der Hälfte der Fälle ein zusätzlicher Arbeitsaufwand infolge der Pandemie genannt. Doch auch die Kompetenzen der eingestellten Verwandten oder das Sammeln von praktischen Erfahrungen für Verwandte nach dem Studienabschluss wurden öfters genannt. Im Durchschnitt arbeiteten die Familienmitglieder laut der Befragung sieben Wochen für den Betrieb; viele seien aber auch immer noch dort beschäftigt, heißt es. 

Die Studie wurde in dieser Woche von zahlreichen englischen Medien zitiert, darunter Daily Mirror, The Independent oder The Scottish Sun. „Die Ergebnisse der Studie zeigen, wie essentiell die Einbeziehung der eigenen Familie in schwierigen Zeiten ist“, sagt der Professor der unibz und Leiter des Centres for Family Business Management der unibz. Auch jenseits dieses Auftrags belege ein weiteres Forschungsprojekt von ihm unter 3500 Unternehmen weltweit, dass sich Familienunternehmen während der Pandemie und des Lockdown als resilienter als nicht-inhabergeführte Betriebe erwiesen haben. „Die Gründe dafür liegen in der langfristigen Ausrichtung, den familienzentrierten, nicht-wirtschaftlichen Zielen sowie den starken Werten, die in Familienbetrieben oft schon über Generationen weitergegeben werden“, so De Massis. 

(su)