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#unibzcareers: New Yorker Know-how für lokale Bankenwelt
Ein Studium zu Hause kann dennoch internationale Erfahrungen bringen – und ermöglicht in jedem Fall einen steilen Karrierestart, beweist der unibz-Absolvent Alex Schneider.
Wer jung ist, sollte in die weite Welt hinaus. Eine Auffassung, die auch Alex Schneider teilt. Dennoch hat der Pustertaler aus St. Lorenzen einen Großteil seiner Studienjahre in Bozen verbracht. Zumindest war die unibz sowohl bei seinem Bachelorstudium in Wirtschaftswissenschaften und Betriebsführung als auch beim anschließenden Master seine Home Base. „Bereits während meines Bachelors verbrachte ich ein Auslandssemester an der Wirtschaftsuniversität von Prag und wollte dann eigentlich meinen Master im Ausland machen“, erzählt Schneider. Doch dann startete an der unibz ein zu verlockender neuer Studiengang: ein Master in Accounting und Finanzwirtschaft, der die Möglichkeit eines einjährigen Studiums in New Yorks samt Stipendium und Double Degree bot. Zumindest für hervorragende Studierende, für die von der Südtiroler Sparkasse, der Südtiroler Volksbank und dem Bozner Wirtschaftsprüfer Bureau Plattner Stipendien bereitgestellt werden.
„Ich beschloss also doch in Bozen zu bleiben, und mich richtig in das erste Jahr des Masterstudiengangs reinzuhängen“, so der junge Pusterer. Ein Einsatz, der sich lohnte. Denn Schneider erhielt tatsächlich eines der begehrten Stipendien und verbrachte bis zum vergangenen Mai ein „unvergessliches“ Studienjahr in New York. Da Masterstudiengänge in den USA nur ein Jahr dauern, kehrte er von der Zicklin School of Business des Baruch College mit einem US-Master Degree zurück. Mittlerweile hat er auch einen zweiten Abschluss der unibz in der Tasche – wie auch sein US-Degree mit summa cum laude, also maximaler Punktezahl.
Über Probleme bei der Jobsuche kann sich der unibz-Absolvent - wenig überraschend - nicht beklagen. Erst recht, nachdem er auch gleich mehrere Praktika-Erfahrungen vorweisen konnte, darunter bei einer Vermögensverwaltung in New York und einem Münchner Private Equity Fonds. Das Rennen um den hochqualifizierten Abgänger machte nun tatsächlich ein heimischer Player: die Südtiroler Volksbank. Dort arbeitet Schneider seit Oktober in der Kreditanalyse für Großkunden. Eine Schlüsselposition, für die Banken hochspezialisiertes Personal benötigen. „Ich habe hier aus dem Stand heraus einen Job mit viel Verantwortung gefunden, also bearbeite bereits eigenständig Kreditanträge von Großkunden und muss meine Einschätzungen dann auch vor den zuständigen Gremien der Bank begründen“, erzählt er. Zusätzlich ist der unibz-Absolvent auch in die Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie der Südtiroler Großbank involviert.
Dass die weite Welt mit einem Job in der Heimat nun für immer entrückt ist, kann bei einem Vertreter der Generation Z wohl kaum angenommen werden. „Was die Zukunft bringt, wird sich zeigen“, sagt Alex Schneider selbst, „doch jetzt finde ich es in jedem Fall spannend, mein Know-how bei einer heimischen Bank einzubringen und zu erweitern.“
(su)